Der Lavaredo Ultra Trail LUT in Cortina d´Ampezzo

Der LUT mit 119 km und 6800 HM in den Dolomiten ist eine riesengroße Veranstaltung. 1600 Starter auf der langen Distanz. Um kurz vor 23 Uhr stand ich mitten im Starterfeld und überall drängten sich weitere Läufer dazu. Mir wurde mulmig und es war zwar ´ne tolle Stimmung aber die Enge und die vielen Füße machten mir Angst. Endlich loslaufen, das Gedränge löste sich bald auf und der Stau hielt sich in Grenzen. Ich reihte mich ein und dachte, dass ich zum Überholen noch genug Chancen bekommen würde.

Der erste Lauf mit Stirnlampe für mich und ich hatte sogar Spaß daran, die flowigen Trails bei Nacht zu laufen. Es lief super und die Nacht war schnell vorbei. Die Sonne ging auf und die Berge spiegelten sich im Misurina See. Morgens um 6 waren schon Japaner mit dicken Kameras da und wurden durch uns aufgescheucht. Die Landschaft ist ein Traum und die Berge gigantisch. Kurz vor der Auronzo Hütte traf ich auf Volker, ein alter Trailbekannter, mit ihm bin ich die letzten Meter bis zur Hütte quatschenderweise gelaufen. Er stieg dort leider schon aus, nicht sein Tag, meinte er.

In der Auronzo Hütte war die Verpflegung und ich stellte mich brav in die Reihe. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, um überhaupt in die Hütte zu kommen. Im Hausgang wurde mir schlecht, Haut an Haut mit vielen stinkenden, schwitzenden Läufern,  das war zuviel. Ich dann schnell wieder raus aus der Hütte und eine gefragt, ob ich da unbedingt rein muss. Ja ich muss. OMG, also hab ich mich wieder angestellt und kurz bin vor dem Kollaps an der Suppe und dem ISO vorbei. 2 Becher ISO gekippt und da meine Frage nach Wasser mit einem Kopfschütteln quittiert wurde, dachte ich, dass es hier nur ISO gab. Meine trinkblase war zwar fast leer, aber ich dachte, es geht nur noch runter und vlt. kann ich am Bach füllen. Beides sollte sich als falsch herausstellen, der Bach war nicht zugänglich und nach dem Runter kamen noch über 7 km auf Schotter, leicht bergauf. Ich war am verdursten, die italienische Läuferein, die ich nach Wasser fragte, lies mich einfach stehen und später als ich bereits mit Nierenschmerzen und Krämpfen zu tun hatte verweigerten mir die Sanitäter ebenfalls das Wasser, weil es so im Reglement steht. Ich verstand die Welt nicht mehr und hatte außer meinen körperlichen Beschwerden jetzt einfach keinen Bock mehr. Unten bin ich noch an den Bach, habe ein paar Schluck Wasser getrunken, schönes braun-graues, was mir in dem Moment aber Wurscht war. War aber schon zu spät, ich quälte mich mit Schwindel und Krämpfen zur DropStation, hier wollte Holger auf mich warten, um mit mir den Rest zu laufen. Ich gab per SMS Bescheid, dass ich aufhören werden. Er wartete dort auf mich und ich fiel ihm erst in die Arme und dann auf den Boden. Zwar erholte ich mich nach Trinken und Essen wieder etwas, aber meine Moral war am Ende, ich wollte nicht mehr und war sauer und enttäuscht. So endete auch für Holger dieser Lauf mit einem DNF nach 70 km, weil er mich nicht allein lassen wollte. Danke mein Schatz dafürkiss. Fazit: schöne Landschaft, wenig technisch, für mich zu viele Leute. Orga gut, allerdings fand ich die Sache mit dem Wasser blöd, auf der Hütte gab es zwar Wasser aber außerhalb der Hütte, nicht klar zu sehen. Schade dass es so lief, aber wiederholen werde ich den Lauf nicht, obwohl es auf die erste Hälfte gut lief und ich im ersten Drittel war.

Ein Lauf für Läufer, die kein allzu anspruchsvolles Gelände wollen. Einen Hang zur Massenveranstaltung sollte man auch haben. Empfehlenswert? Ja schon, aber immer schön auf reichlich Wasser achten!wink

Mein Bericht vom DXT 2015

 

Pic-4.jpgSchon die Anreise ins Val di Zoldo war ein Abenteuer. Gefühlte tausend enger steiler Kurven musste unser Bus hinter sich bringen, bevor wir endlich dort waren.
Endlich Dolomiten! Tolles abendliches Panorama!

TAR 2015, Obersdorf nach Sulden,

268 km mit 16.000 HM hoch und 14.000 HM runter. Für mich war es der 4. Transalpin Run. 2 mal mit meinem Mann, 2006 und 2008. Das wollte ich dann nicht mehr haben, da es im Teamwettbewerb, gerade bei einer so heftigen Strecke, doch viele Hochs und Tief kommen, was eine Ehe ganz schön stressen kann. Dann 2010 im Damenteam mit einer 17 Jahre jüngeren Partnerin und 2015 diese Wiederholung des suchtauslösenden Alpencross` mit wieder einer Frau. Elke aus Nürnberg.

Gabi´s Eiger Ultra Trail E51

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Der Tag versprach für's erste gutes Wetter. Gewitter nicht ausgeschlossen. Nach sehr kurzer Nacht, die auch für mich um 3 Uhr zu Ende war, da mein Göttergatte, der beim 101er startete, schon um 4.30 loslaufen musste und entsprechend früh im Zimmer rumwerkelte.