meBereits seit 1999 bin ich aktiver Läufer und mehr oder weniger Erfolgreich. 2006 habe ich dann meine Leidenschaft für das Laufen ausserhalb von befestigten Wegen entdeckt.

Mein TransalpineRun 2016

Die Vorbereitung:

verlief bis 1,5 Wochen vor dem Start recht normal. Intensive Einheiten wechselte, oder kombinierte ich mit langen und leichten Einheiten. Ich vergrößerte die Umfänge und vor allem die zurückgelgten Höhenmeter und die Schwierigkeitslevel der Einheiten. Und dann, 1,5 Wochen bevor es losgehen sollte. Ich wollte unbedingt noch eine lange und schnelle Einheit einbauen mit mindesten 1500 HM. Ich entschloss mich nach Feierabend die Runde Schlehdorf über Jägersteig zum Herzogstand, den Grat und weiter zum Heimgarten und dann über Kaseralm zurück nach Schlehdorf zu laufen. Eine Anspruchsvolle Runde, aber normalerweise problemlos machbar. Was ich nicht bedacht hatte war der Sonnenstand. Die ersten 1000Hm bis zum Herzogstandgipfel bin ich fast komplett durchgelaufen. Auf dem Gratweg fiel mir dann auf, dass ich gegen die Sonne und somit schlechte Lichtverhältnisse laufen werde. Nichts- desto Trotz bin ich gelaufen. Ziemlich auf halber Strecke ist es dann passiert. ich übersah eine Wurzel oder einen Stein und bin gestürzt. Mein erster Gedanke war "tschüss TAR, das war´s". nach ein paar Augenblicken und nachdem ich mich wieder aufgerafft hatte, mußte ich weiterlaufen, ich hatte schließlich erst die halbe Strecke, keine Hilfe verfügbar, Handy Daheim auf dem Küchentisch vergessen. Ich hatte starke Schmerzen und bemerkte, dass mit meinem Bruskorb etwas nicht stimmte. das Atmen viel mir schwer und bereitete mir Schmerzen. Das Knie wurde immer dicker und die Schürfwunden an Knie, Hand, Schulter und Unterarm bluteten. Ich schleppte mich bis zum Auto und wollte nur noch nach Hause. Am nächsten Tag Röntgen und der Schock: Rippe gebrochen. Sollte es das gewesen sein? Reiserücktritt? Und mein Teampartner? Ich wollte es dennoch veruchen und bin angereist.

 

Die Anreise:

Wie immer, normal, keine besonderen Vorkommnisse. Angereist sind wir am Samstag gegen Mittag. Stau in Oberau, wie immer. In Garmisch angekommen, Auto geparkt und ab zur ExpoArea. Noch keiner unserer Teampartner da. Die standen alle im Stau. Also warten. Nach- und nach sind dann alle eingetrudelt und wir haben die Startunterlagen und das Starterpaket mit den Taschen, zich Gels und Shots und sonstigen Werbeartikeln abgeholt. Im Anschluss fuhren wir alle gemeinsam ins Hotel nach Leermoos. Dort sollten wir dann für 2 Nächte bleiben.

 

Pasta Party:

Auch nicht´s Neues. Wer schon ein paar PlanB- Veranstaltungen mitgemacht hat, kennt das. Da gibt es einen Teller Nudeln, den Einmarsch der Flaggen der teilnehmenden Nationen, 34 an der Zahl in diesem Jahr, die Ehrung der 5-fachen Teilnehmer und natürlich die Vorstellung der Strecke mit dem anschließenden Briefing für den ersten Wettkampftag sowie die Wettkampfregeln. Danach sind wir wieder ins Hotel zurück gefahren und haben unser Material zusammengepackt.

erste Etappe:

Von Garmisch nach Leermoos. 36,5Km, 2088Hm im Aufstieg, 1791Hm im Abstieg.

Streckenverlauf: Start war in der innestadt von Garmisch, an der Talstation der Hausbergbahn vorbei über die Toni-Hütte zum Kreuzeck. Abstieg nach Hammersbach und weiter zum Eibsee. Weiter über Riffel-Skiabfahrt nach Ehrwald und am Ehrwalder Viadukt vorbei nach Leermoos.

Das Wetter war perfekt. Es war trocken, aber nicht zu heiß. Der erste Aufstieg zum Kreuzeck war recht moderat, nur an der Kandahar-Abfahrt sehr steil. Den Abstieg nach Hammersbach kennen alle ZUT-Teilnehmer. Teilweise felsig verblockt und steil, teilweise sehr gut und schnell zu laufen. kurz vor Hammersbach ging es dann wieder in die entgegengesetzte Richtung, zum Höllental. Aber bereits nach wenigen Metren zweigten wir Richtung Eises ab. Kurz vor dem Eibsee war die nächste Verpflegungsstelle. Ich fühlte mich jetzt schon relativ schlapp. Nach dem VP ging es direkt wieder nach oben. Der zweite lange Anstieg des Tages über die Riffelabfahrt. Kurz nach der Grenzüberquerung zu Österreich sind wir dann nach Ehrwald abgestiegen. Über den Schanzsteig ging es weiter talabwärts bis zur Bundesstrasse, die Ehewald mit Grainau verbindet. Ein super Trail, schwierig und sehr steil. Leider für so manch einen Teilnehmer zu Steil, so dass ein Vorankommen nur mit Verzögerungen möglich war, schade. Auf der anderen Seite der Straße ging es die letzten 5 Kilometer stets gleich ansteigend auf eine Schottere bis kurz vor und oberhalb von Leermoos. Die letzten Meter zum Ausrollen? Nein, Endspurt und gekämpft um jede Platzierung. Eingelaufen sind wir nach ca. 5:15h auf dem 21. Platz in der Men-Wertung.

Die Pasta-Party war nicht in Leermoos, sondern in Grainau. Aufgrund organisatorischer Fehler gab es dort nur eine Ausgabestelle für das Essen. So kam es, dass die Teilnehmer, die mit dem Shuttle kamen, mehr als eine Stunde anstehen mußten, vor der Halle, bei einsetzendem Regen. Wir hatten Glück, da wir rechtzeitig da wäre. So etwas geht gar nicht. Bitte das nächste mal besser.

 

zweite Etappe:

Von Leermoos nach Imst. 33,8 km, 2023HM im Aufstieg, 2237Hm im Abstieg. Aufgrund der vorausgesagten Schlechtwetterfront, wurde die Alternativroute gelaufen: 34,2km, 1718hm im Aufstieg, 1915Hm im Abstieg (gemessen mit Garmin Fenix3).

 

Bereits während der Pastaparty setzte Regen ein, der bis zum Morgen anhielt. Wir begaben uns zum Start und bis kurz nach dem Start regnete es. Pünktlich zum Start konnten wir unser Regenjacken wieder ausziehen., wenn Engel reisen.

Die ersten beiden Jilometer auf Teer, die Führenden wie immer, als wäre es ein 10km-Lauf. Dann schon wieder eine Engestelle und der erste Anstieg. Stau, man gewöhnt sich dran.

Die Strecke bestand wieder aus zwei langen Anstiegen. Nach ca. 2 km auf ebener Strecke bereits der Erste. ca. 850m ging es nach Oben und im Anschluss direkt wieder bergab. Der Trail war flowig zu laufen, der Stau hatte sich aufgelöst. Wir kamen schnell voran und erreichten die Verpflegungsstelle. Danach war es dann leider etwas weniger schön zu laufen, ein Downhill, ein Trail? Es ah nicht danach aus, als würde dieser Weg existieren. Vielmehr schien es so, als wären wir die einzigen, die diesen Weg benutzen. Steil, durch den Wals, auf nassem Gras und Schlamm, ich habe geflucht. Beinahe jeder in unserem Umfeld hatte Bodenkontakt und das nicht nur mit den Füßen. Endlich unten angekommen, dauerte es auch nicht lange, bis zum nächsten Anstieg. Aufgrund der gekürzten Strecke sparten wir hier ca. 400hm. Zum Glück, da es mir nicht ganz so gut ging. Ich hatte Probleme beim Atmen, wegen meiner angebrochennen Rippe, die mich auch die nächsten Tage quälen sollte. Der Abstieg nach Imst folgte bereits kurz nach der V2. Die dritte Verpflegungsstelle war so spät, dass wir hier nur einen ganz kurzen Boxenstopp eingelegt hatten. Die letzten Kilometer waren teils eben, teils leichtes Gefälle, schön und schnell zu laufen. Noch einen Kilometer durch Imst und das Ziel war in Sicht. Heite war ich Froh, angekommen zu sein.

1. Etappe 36,5 km 2088 Hm im Aufstieg, 1791 Hm im Abstieg

2. Etappe 33,8 km 2023 Hm im Aufstieg, 2237 Hm im Abstieg

3. Etappe 47,9 km 3037 Hm im Aufstieg, 2144 Hm im Abstieg

4. Etappe 25,7 km 1887 Hm im Aufstieg, 2214 Hm im Abstieg

5. Etappe 33,3 km 1453 Hm im Aufstieg, 2111 Hm im Abstieg

6. Etappe 33,6 km 2440 Hm im Aufstieg, 2153 Hm im Abstieg

7. Etappe 36,4 km 1934 Hm im Aufstieg, 2348 Hm im Abstieg